Herzlich Willkommen im Zentrum Wiitsicht, wir bieten:
Eine Tagesstätte für Menschen mit Demenz/ Alzheimer und die
Fachstelle Demenz Werdenberg-Liechtenstein-Sarganserland mit den Angeboten:
- Beratung, Familiengespräche, Helferkonferenzen, Case Management
- Angehörigentreffen, Demenzsprechstunde
- Weiterbildung zum Thema Demenz/Alzheimer
«Je früher Sie Entlastung organisieren, desto länger kann ihr erkranktes Familienmitglied zu Hause leben.» aktuelle Erfahrungswerte, 3 Jahre Zentrum Wiitsicht
Tätigkeitsberichte Zentrum Wiitsicht 2009/2010 und 2011
Details dazu siehe beim Link Stiftung MARAI/ Spenden.
Margrit Raimann-Kühne, Leitung Zentrum Wiitsicht, Dipl. Sozialarbeiterin FH/ Gerontologin Tertianum und Koch mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit Menschen, die an Demenz/Alzheimer erkrankt sind.
Das Kompetenzzentrum zum Thema Demenz/Alzheimer für die Region Werdenberg-Liechtenstein-Sarganserland W-L-S
(1/3 der Kunden in Beratung und Tagesstätte kommen aus dem Land Liechtenstein)
Einerseits die Fachstelle Demenz W-L-S mit den Angeboten: Beratung per Telefon, Zu Hause, im Zentrum Wiitsicht zu Themen wie Finanzierung, Umgang mit Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen sowie Entlastungsangeboten Krisenintervention Fachlich geleitete Angehörigentreffen Familiengespräche Helferkonferenzen Case Management Weiterbildung
Das Angebot der Fachstelle Demenz W-L-S wird zur Zeit (im Sinne einer Anschubfinanzierung) finanziell unterstützt von den Gemeinden der Region Werdenberg-Sarganserland sowie Stiftungen aus Liechtenstein und der Schweiz und ist für Jedermann kostenlos.
Und andererseits die einzigartige Tagesstätte an der Hugobühlstrasse 1 in Grabs, welche in einer heimeligen, etwas altmodischen Atmosphäre tageweise Abwechslung für die Erkrankten und Entlastung für die pflegenden Angehörigen anbietet. Im gemütlichen Rahmen werden bei alltäglichen Arbeiten in Haus und Garten, sowie beim Spiel, Basteln und Singen vorhandene Fähigkeiten trainiert. Rückmeldungen der Angehörigen bestätigen eine merkliche Verbesserung zum Beispiel beim Gehen oder Sprechen.
Die Tagesstätte ist krankenkassenanerkannt, das bedeutet, dass die Pflegekosten von der Krankenkasse sowie der Gemeinden und Kanton übernommen werden. Bei Betroffenen mit Ergänzungsleistungen wird der Rest der Tagespauschale von der AHV übernommen.
Die Tagesstätte kommt lange vor dem Heimeintritt zum Zug. Je früher Entlastung organisiert wird, desto länger kann der oder die Erkrankte zu Hause in der gewohnten Umgebung leben. Verschiedene Angebote wie Familienhilfe, Spitex, Ferienaufenthalte mit und ohne Partner und Tagesstätte zusammen genutzt, erzielen die höchste Wirkung.
«Einmal wöchentlich in dieses gemütliche Beizli in Grabs Mittagessen gehen»
Einen an Demenz erkrankten Menschen zu bewegen in eine Tagesstätte zu gehen funktioniert nur so. Das Wort «Tagesstätte» ja nicht erwähnen, das erzeugt nur Angst, Angst, dass es ein Heim sein könnte, wo man dann bleiben muss.
Die Finanzierung vom Zentrum Wiitsicht
Die Stiftung MARAI ist die Trägerin vom Zentrum Wiitsicht. Sie wurde von der Familie Raimann mit wenig finanziellen Mitteln im Februar 2009 gegründet.
Der Betrieb der Tagesstätte ist sehr personalintensiv. Die Tagesstätte hat von Montag bis Donnerstag tagsüber geöffnet und hat Platz für sieben Gäste, welche jeweils von 3 Fachmitarbeiterinnen und einer freiwilligen Mitarbeiterin oder Mitarbeiter betreut werden. Die ersten Jahre konnte das Zentrum Wiitsicht nur Dank grosszügigen Spenden überleben.
Neue Herausforderungen (Details siehe Link Stifung MARAI, Spenden)
Das Zentrum Wiitsicht muss rollstuhlgängig werden. Aufgrund neuer kantonaler Bestimmungen und auch aufgrund des grossen Aufkommens von gehbehinderten Gästen (infolge Schlaganfall oder Parkinson) werden im Frühjahr 2012 ein Aussenlift angebaut und im Untergeschoss behindertengerechte WC und Duschen eingebaut sowie im grossen Garten rollstuhlgerechte Anpassungen vorgenommen. Für diese Investition sind keine Reserven vorhanden, Spenden sind hochwillkommen.
Was ist Demenz? Demenz ist eine hirnorganische Krankheit, welche oft Jahre vor der Diagnose begonnen hat. Der Verlust vom Kurzzeitgedächtnis ist meist die erste Behinderung, welche jedoch vom Erkrankten noch relativ gut vertuscht werden kann.
«Etwas ist mir gestohlen worden, man hat mir nichts davon gesagt oder ja das weiss ich schon, aber ist mir grad nicht in den Sinn gekommen» sind häufige Argumente. Das Fortschreiten der Krankheit geht mit der Zunahme von anderen Verlusten einher. Der Orientierungssinn zeitlich oder örtlich wird zunehmens eingeschränkt. Komplexe Handlungen wie Kochen oder Autofahren gehen plötzlich nicht mehr. Es können auch Persönlichkeitsveränderungen mit Halluzinationen oder Wahnvorstellungen hinzukommen. Es gibt ungefähr 50 Formen von Demenz, die Alzheimer Krankheit ist mit mehr als 60 % die häufigste vorkommende Demenz.
Die Ungewissheit erzeugt bei allen grosse Ängste, es ist daher empfehlenswert eine genaue Abklärung vorzunehmen. Verwirrtheitszustände könnten auch Ursachen von anderen Erkrankungen sein. Die Memory-Clinic im Psychiatriezentrum Werdenberg-Sarganserland Trübbach hilft hier weiter.
Das auffälligste Merkmal der Krankheit ist, dass ein Mensch mit Demenz bereits ab dem mittleren Demenzstadium nicht mehr alleine sein kann. Er benötigt ständig Jemanden, der ihm Orientierung gibt. Dieses Merkmal stellt daher bei den pflegenden Angehörigen die grösste Gefahr für die Erschöpfung dar. Selbst die eigenen Kinder, welche ab und zu auf Besuch kommen, können die Defizite nicht bemerken. Der Erkrankte nimmt sich selbstverständlich bei ihrem Besuch zusammen.
Ein wesentliches Merkmal bei der Krankheit Demenz ist jedoch, dass die Gefühle und Wahrnehmungen immer bestehen bleiben. Ein Mensch mit Demenz bleibt ein Mensch mit allen Empfindungen, auch wenn er es nicht mehr benennen kann. Auch er ist mit der Krankheit völlig überfordert und benötigt einen Begleiter, der ihm als Freund zur Seite steht und dabei den Humor und die Geselligkeit nicht vergisst. Ihn annehmen wie er ist und die Umgebung möglichst für ihn anpassen, da er sich selber nicht mehr anpassen kann.
Das Zentrum Wiitsicht in Grabs ist die Anlaufstelle in der Region Werdenberg-Liechtenstein-Sarganserland wenn es um das Thema Demenz geht. Weitere Informationen unter www.wiitsicht.ch oder 081 771 50 01.
Helen verwöhnt unseren Kärntner Gast und uns mit selbstgemachten Kasnudeln, Erinnerungen aus Kindestagen werden wach. Emotionen und Gefühle bleiben auch bei Menschen mit Demenz immer erhalten. Sie waren übrigens sensationell fein.